
Acht vertikale Bildausschnitte aus zwei berühmten Werken fügen sich zu einem neuen Ganzen. Diese farbliche Veränderung reflektiert den gesellschaftlichen Umgang mit Marilyn Monroe, einer der meistfotografierten Frauen des 20. Jahrhunderts.
Monroe erscheint als gespaltene, mehrfach inszenierte Identität. Die Streifenanordnung erzeugt Distanz, garantiert aber einen rhythmischen Bildaufbau. Harte Kontraste zwischen dunklen Schatten und metallischem Schimmer verleihen dem Werk eine majestätische, elegante und melancholische Wirkung.
Die Farbe Gold bildet den Gegenpol zur strengen Struktur. Sie bringt blendendes Rampenlicht, unbezahlbaren Glamour und eine toxische Intensität ein. Gold wirkt ambivalent: Es steht für die unvergängliche Aura einer Göttin, aber auch für den abblätternden Lack einer künstlichen Welt. So symbolisiert es den isolierenden Glanz des Ruhms, die Obsession der Öffentlichkeit und das filterlose Ausgeliefertsein der Ikone.



